9. Akquisition – Ohne Objekte keine Investments

von Philipp Bundschu
vom 27. Januar 2021

Bei Immobilieninvestments ist es wie bei jedem anderen Geschäft auch, der Einkauf spielt eine wesentliche Rolle. Aufgrund der hohen Nachfrage an vielen interessanten Standorten sind jedoch kaum wirkliche Schnäppchen auf den ersten Blick zu finden. Deshalb geht es beim Objektkauf vor allem darum, sich lukrative Gelegenheiten selbst zu erarbeiten. Aber was heißt das? Man muss die Angebote durchforsten und nach Zeichen suchen, die beispielsweise auf lösbare Probleme oder hochmotivierte Verkäufer hindeuten. Denn in solchen Situationen lassen sich die Preise erfahrungsgemäß drücken. Doch insgesamt gilt: Egal ob per Makler, Anzeige oder privat, fast alle Verkäufer kennen das gute Marktumfeld und setzen ihre Preise entsprechend hoch an.

Um nicht jahrelang nach geeigneten Immobilien suchen zu müssen, sollten clevere Einkäufer ihren Kaufprozess strukturieren und sich damit in die Möglichkeit versetzen, aus dem großen Angebot sehr schnell viel versprechende Objekte herauszufiltern und diese dann gezielt verfolgen. Diese Taktik erfordert zwar mehr Aufwand zu Beginn eines Suchprozesses, sie sorgt aber für gezieltes agieren und vermeidet beispielsweise überflüssige Besichtigungen und Analysen solcher Objekte, die ohnehin kaum Erfolg versprechen. Gestalten lässt sich ein zielführender und effektiver Einkaufsprozess, wenn man ihn in unterschiedliche Schritte aufteilt. So ist es möglich, in einer Art Trichter sehr viele Angebote in kurzer Zeit zu scannen und am Ende dieses Prozesses nur noch die relevanten prüfen zu müssen.